Eichacker, Cornelia

Cornelia Eichacker ist mit Malerei aufgewachsen. Als Kind war sie umgeben von den Bildern ihres Ururgroßvaters, Ludwig Knaus (1829 bis 1910), ein Vertreter der Genremalerei. Diese anspruchsvolle Malerei hat sie in ihrer Wahrnehmung geprägt und Maßstäbe gesetzt für Konzentration und Hingabe in der künstlerischen Arbeit.

Sie begann mit 19 intensiv zu zeichnen und zu malen. Sie absolvierte ihr Studium der Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Rudi Tröger und beendete es als Meisterschülerin mit dem Diplom.

“ In meiner bildnerischen Arbeit möchte ich ausschließlich den visuellen Mitteln der Bildschöpfung, Farbe, Lichtwert, Materialität vertrauen und verpflichtet sein. Diese definiert sich im Kontext der Geschichte von Malerei, sie will keine Neuerung sein, kein Konzept vermitteln oder anschaulich machen. Malmaterial, damit sind das Bindemittel aber auch die unterschiedlichen Wirkungsweisen der Pigmente gemeint. Pigment, Bindemittel und Farbe sind eigentlich untrennbar miteinander verbunden. Aber die Farbe als Farbwert, Lichtwert und Bedeutungsträger, soweit es möglich ist diese gesondert zu betrachten, muss sich fügen, sie muss meiner Sehnsucht folgen und dem Anspruch nach Präzision genügen, wie das Klangelement in einem musikalischen Gefüge. Ein Ton oder Farbton ist niemals ungefähr, sondern klingt nur in seiner absoluten Bestimmung in einer relativen Vernetzung mit anderen Farben.

Cornelia Eichacker “ künstlerisches Vorhaben“, 2004

“ Cornelia Eichacker hat die gegenständliche Welt in ihren Bildern nie ausgeblendet. Und doch ist damit nichts über ihr Sujet gesagt, sondern bestenfalls auf den Anstoß verwiesen, der das Bild evoziert. Mit Begriffen wie gegenständlich oder abstrakt ist hier wenig auszurichten; denn weder geht es ihr um Spiegelbilder der wahrgenommenen Wirklichkeit noch um bloße Reduktion auf Zeichen. Ihr Thema ist die Farbe, die Farbe als Licht und Materie, die Farbe als Lichtwert und Bedeutungsträger, die Farbe auf der Fläche und in den imaginären Räumen, die sie für sich selbst ausbildet. ….Je weiter und entschiedener das Bild sein eigentliches Thema entwickelt, um so mehr verblassen bekannte Bedeutungen, wie sie sich für uns mit Gegenständen verbinden. Sie transformieren zur reinen Form insofern, als sie der Farbe Halt geben, den aufzunehmen und gleichzeitig immer wieder in Frage zu stellen eine der zentralen bildlichen Herausforderungen für die Künstlerin bedeutet. „

Lothar Romain, (1944 – 2005), zur Eröffnung der Ausstellung von Cornelia Eichacker im Fritz-Winter Haus in Ahlen, 2004,

  • 1978-85 – Studium der Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Rudi Tröger, Meisterschülerin und Diplom
  • 1990-96 – Assistententätigkeit an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Rudi Tröger und Prof. Jerry Zeniuk
  • 1992 – Förderstipendium aus der Mathias-Pschorr-Stiftung
  • 1995 – USA-Stipendium für New York, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst
  • 1996 – Lehrtätigkeit an der Art Academy of Cincinnati, Ohio, USA
  • 1998 – Förderstipendium aus der Prinzregent-Luitpold-Stiftung
  • 1998 – 1.Preis, Kunst am Bau Wettbewerb und Auftrag, Gewerbegrund Bauträger GmbH & Co, Objekt Seidlpost KG, Eingangshalle Seidlstr.24, München
  • 1999 – Kunst am Bau Direktauftrag, Zentralverband des deutschen Baugewerbes, Treppenhausatrium, Kronenstr.55-58, Berlin
  • 2001-03 – 1.Preis, Kunst am Bau Wettbewerb und Auftrag, Universitätsklinikum “Carl Gustav Carus“ Dresden
  • 2002 – 1.Preis, Kunst am Bau Wettbewerb und Auftrag, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2004 – Stipendium, Hochschulsonderprogramm III
  • 2005-2007 – Bayerisches Atelierförderprogramm
  • 2010-2011 – Atelierförderprogramm der LH München
  • 2014 – 3. Preis, Realisierungswettbewerb zur künstlerischen Gestaltung  einer Brandschutzwand zur Vertretung des Landes Bayern in Berlin
  • 2020 – Förderstipendium Projektbüro NEUSTART, BBK Berlin

AUSSTELLUNGSORT & KONTAKT
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