Archiv

Für einen Eindruck über unseren vergangenen Aktivitäten schauen Sie hier:

OBACHT! kultur-im-quartier.de   Historie                         

2005 wird OBACHT! kultur-im-quartier.de auf Initiative der Künstler/innen des Haidhauser Herbergenhofes aus der Taufe gehoben.

Ziel des Kulturfestivals ist zum einen die intensive Vernetzung der lebendigen Haidhauser Kunst- und Kulturszene untereinander und andererseits die Öffnung der oft im verborgenen blühenden Werkstätten und Ateliers für ein breites Publikum. Schwellenängste werden abgebaut und intensive Gespräche möglich. Dabei bieten zumeist 40 bis 60 Teilnehmer aller Kunstsparten Einblicke in die enorme Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens.

Neben den Atelierausstellungen beleben Theater, Performances, Kino, Lesungen und Konzerte in Hinterhöfen, in Kirchen, in leer stehenden Herbergshäusern und selbst im Gasteig das Stadtviertel und bringen neue Besucher mit sich.

Vom ersten Jahr an lebt Obacht! von überwiegend ehrenamtlicher Organisation.

Das zündende Logo, Website und Flyer steuert die Agentur HAAK&NAKAT bei, gefolgt von Susanne Zauner mit Fabienne Hübener, Anja Wesner und Katrin Greif-Maher, die Pressearbeit übernehmen die PR Agentur Kommunikat!, dann Christiane Pfau und Angelika Donhärl. Hermann Gfaller und Willi Bunkowski, die sich dankenswerterweise 2009 um einen Teilnehmerkatalog der Haidhauser Künstler bemühten.

Organisatorische Leitung und somit Herz und Kopf der Kulturbiennale ist bis heute die Glasgestalterin Eva Sperner, unterstützt von Susanne Zauner, Doris Sacher, Angela Holzmann und Claudia Ziersch.

Das Besondere an diesen Tagen der offenen Ateliers in Haidhausen ist, dass in jedem Jahr eine Gemeinschaftsausstellung zustande kommt und herausragende Auftritte und Performances in Hinterhöfen und auf den Straßen stattfinden:

2005 die große erste Präsentation in Zusammenarbeit mit dem Gasteig Kulturzentrum, eine Künstlervorstellung mit Portrait und Werkabbildung, die den Besuchern eine erste grundlegende Orientierung ermöglichte. Eine Portraitausstellung im GAST, die Kunstbesetzung einer leer stehenden Haidhauser Herberge 2005, die Ausstellung “Aus Papier schöpfen” in der Münchner Stadtbibliothek 2011, eine viel besuchte Gemeinschaftsausstellung in der Städtischen Kulturhalle Lothringer 2013 und ein im Viertel unvergessener Auftritt der Landsberger Stelzengänger in theatralischen Kostümen von Sabine Adldinger im Haidhauser Herbergenhof und Umgebung.

Diese Aktion führte im Folgejahr gleich zur Motivation der Schüler aus der Ganztagesschule an der Hochstraße, die dann als Stelzengänger mit selbst genähten Kostümen die Menschen verzauberten.

“Die Schaufel meines Vaters”am Bordeauxplatz, Luft-Akrobaten aus Sao Paulo, Delikates aus dem „Chambre Separeé”, einen SOMMERNACHT(T)RAUM mit Orangenschalen, bereitgestellte Rikschas, die die Besucher im Viertel bewegten und Tonköpfchen in loderndem Feuer.

Unvergessen die viel besuchten Konzerte von Josef Zapf mit jeweils unterschiedlichen jungen bayerischen Musikern auf grüner Wiese, iranische Percussionkonzerte von Hadi Alizadeh, musikalische TonTollerei und Isarblech. Das Freie Musikzentrum ist jedes Jahr mit besonderen Aktionen im öffentlichen Raum mit dabei, insbesondere sorgte Henny Beyer und Yasumin Lermer mit ihremTanztheater an der Kreppe für großes Aufsehen. Die Jazzmusiker Jeff Goodman und Marty Cook unvergessen im Einstein, Rudi Hartbrunner und Hans Eisenreich mit ihren Konzerten in der Hofbühne im Haidhauser Herbergenhof. „Arracordo” mit argentinischer und brasilianischer Instrumentalmusik.

Kunst im nonmusealen Raum – der Besucher als Übermittler der Kultur im Quartier, ein Soziogramm mit vergänglichen Kreidespuren, im HEi werden die Besucher mit ungewöhnlichen Materialien zu workshops eingeladen.

In der Zwischenzeit sind die Ateliers im 1Stein, die mit ihren vielen Künstlerateliers ein wichtiger Magnet für das OBACHT! Publikum waren, leider nur mehr Legende.

Andererseits beleben wechselnde Teilnahmen von Künstlern aus dem Viertel die Kunstlandschaft und lassen die Besucher immer wieder Neues entdecken.

Alles in allem ein umfangreiches Kulturprogramm über 3 Tage, bei dem es um Integration, Übermittlung und Ansteckung durch Kunst als Lebensgefühl geht.

Kunst nicht als Adaption, sondern als  Ausdruck gemeinsamer Lebendigkeit.

KindlLogo  Ohne die finanzielle Unterstützung der Stadt, insbesondere vom Bezirksausschuss Au/Haidhausen und vom Münchner Kulturreferat wären diese intensiven Kulturtage nicht möglich.

Darüber hinaus wird OBACHT! kultur-im-quartier.de  dankenswerter Weise jedes Jahr von weiteren Unternehmen im Viertel gesponsert.

2015 findet  OBACHT! kultur-im-quartier.de nun zum siebten Mal statt.

Kommentare sind geschlossen